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Ein Apfel aus dem Paradies

VIP–Rundgang: Vertreter aus Politik, Hochschule und Wirtschaft besuchen die hobit

Für Brigitte Lindscheid, die neue Regierungspräsidentin, ist es ein Heimspiel. Die Grüne aus Darmstadt hat gleich zugesagt, als sie von den hobit-Organisatoren eingeladen wurde – und das gleich in zweifacher Hinsicht. Sie ist zum VIP-Rundgang über die Messe gekommen und auch ihre Behörde ist 2015 erstmals mit einem Stand, dem Europäischen Informationszentrum, im Darmstadtium vertreten „Wir wollen die Jugendlichen über die Möglichkeiten informieren, die Europa bietet“, sagt Lindscheid.

Die ehemalige Darmstädter Dezernentin hat Jura studiert, hat sich als junge Frau aber auch für Physik interessiert. Als es bei ihr um die Wahl des Studienfaches ging, musste sie sich auf die Hilfe des Arbeitsamtes verlassen. „Ich hätte mir damals so etwas wie die hobit gewünscht“, erzählt sie beim Rundgang entlang der Infostände und auch Darmstadts Oberbürgermeister Jochen Partsch (Grüne) erinnert sich, dass er auf trockene Broschüren angewiesen war. Ihren Sohn hat Brigitte Lindscheid daher zur hobit geschickt, als die Studienentscheidung bei ihm anstand. Er studiert heute ebenfalls Jura, „aber ohne mein Zutun“, beteuert die Regierungspräsidentin.

Vertreter und Vertreterinnen aus der Kommunal-, aber auch der Landespolitik, aus Hochschule und Wirtschaft haben sich zum Auftakt der hobit im Kongresszentrum eingefunden, um sich von der Projektleitung ein paar Highlights der hobit zeigen zu lassen. Zum Beispiel die Golfmaschine für den Schreibtisch, die Studierende der Elektro- und Informationstechnik der TU Darmstadt entworfen haben und mit deren Hilfe ein Ball automatisch ins Loch befördert werden kann. Bauingenieur-Studierende der Hochschule Darmstadt zeigen am Stand gegenüber in zwei Minuten, wie aus einzelnen Hölzern auch ohne Nägel oder Kleber, nur durch die richtige Stapeltechnik, eine stabile Brücke entsteht. Leonardo da Vinci hat´s erfunden.

Durch den „Dschungel der Möglichkeiten“ leitet das Hochschulteam des Arbeitsamtes Studieninteressenten im Erdgeschoss der Darmstadtiums und der Weg führt manchmal sogar ins Paradies. Mit diesem Slogan, „Paradiesisch studieren“, wirbt seit kurzem nämlich die Evangelische Hochschule Darmstadt (EHD). Ihr Standplakat zeigt Adam und Eva im Garten Eden und die Standmitarbeiter verteilen frische Äpfel an die Besucher. Marion Großklaus-Seidel, die neue Präsidentin der EHD, wirbt für ihre Hochschule, die „toll renoviert wurde, innovative Studiengänge bietet und eine gute Professoren-Studierenden-Betreuungsrelation“.


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Autor: Astrid Ludwig
Datum: 29.01.2015

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