Archiv

Eine Plakette für engagierte Besucher

hobit–Organisatoren ehren Edith–Stein– und Lichtenbergschule, die 900 Schüler auf Hochschul– und Berufsinformationstage schickten

Sie waren die Spitzenreiter unter den 18 Schulen aus der Region Darmstadt, die Ende Januar die Hochschul- und Berufsinformationstage (hobit) besuchten. Während der Messetage entsandten die Edith-Stein-Schule und die Lichtenbergschule Darmstadt die meisten Schüler und Schülerinnen ins Darmstadtium. Jeweils rund 450 Zehnt- und Elftklässler der beiden Gymnasien informierten sich auf der hobit über ihre künftigen Studien und Berufsmöglichkeiten – und das an allen drei Tagen. Das ergab eine Besucherbefragung, die die hobit-Organisatoren initiiert hatten, um besser nachvollziehen zu können, woher die Besucher stammen und wie viele Tage sie die Messe nutzen. Vom 28. – 30. Januar 2014 strömten insgesamt 19 925 Gymnasiasten aus dem Rhein-Main-Gebiet, dem angrenzenden Bayern, Rheinland-Pfalz und Baden Württemberg ins Darmstadtium.
Um die Schulen zu ehren, die sich besonders für die hobit engagieren und die meisten Schüler entsenden, hat sich die Messe-Leitung in diesem Jahr etwas Besonderes einfallen lassen: Eine Plakette mit dem jeweiligen Jahres-Logo der Messe. Zwei Exemplare haben hobit-Organisator Bernhard Meyer, emeritierter Professor der Evangelischen Hochschule Darmstadt, und Barbara Akdeniz, Sozialdezernentin der Stadt Darmstadt, Mitte Februar im Darmstadtium an Lehrer und Schüler der beiden Gymnasien verliehen.
Darmstadts Sozialdezernentin Barbara Akdeniz lobt die »schöne Idee« der Preisverleihung. »Mit der Plakette bleibt in den Schulen dauerhaft etwas von der hobit, etwas zum Vorzeigen. Ein Symbol für das Engagement«, findet sie. »Die Plakette wird einen guten Platz finden«, versprechen Roswitha Wagner, Oberstufenlehrerin an der Edith-Stein-Schule und ihr Kollege Stefan Niemeyer, der an der Lichtenbergschule mit der Studien- und Berufsorientierung befasst ist. Und auch Edith-Stein-Schulleiter Manfred Göbel ist extra zur Preisverleihung gekommen. Er glaubt, dass die Plakette in der Schule gesehen wird. »Eine solche Auszeichnung motiviert zusätzlich und animiert die Schüler zum Besuch der Messe«, sagt er. »Die hobit ist eine großartige Idee und bringt die Schüler wirklich weiter«, findet Lehrerin Roswitha Wagner. 

Lichtenbergschule schickt schon Zehntklässler auf die hobit

Käte Zierhut, 15 Jahre, geht in die 10. Klasse der Lichtenbergschule. Die Klasse hat schon ein Jahr vor der Oberstufe mit ihrem Lehrer Stefan Niemeyer die hobit besucht, um eine Art Vororientierung zu geben. Niemeyer bereitet die Schüler in seinem Unterricht gezielt auf die Phase der Berufs-oder Studienwahl und auch den Besuch der Messe vor. So müssen die Schüler und Schülerinnen dafür beispielsweise einen besonderen Ordner anlegen, der auch benotet wird. Er will seine Gymnasiasten dazu anleiten, »dass sie sich mit sich selbst und ihren Wünschen befassen«. Käte Zierhut hat sich bei ihrem ersten hobit-Besuch daher für einen kreativen Beruf entschieden und das Studium Kommunikationsdesign.

Käte hat sich ebenso wie ihr Mitschüler Florian und vier Schüler/innen der Edith-Stein-Schule freiwillig gemeldet, um an diesem Tag im Darmstadtium die hobit-Plaketten in Empfang zu nehmen. Die Auszeichnung finden sie »cool« und beim anschließenden Umtrunk im Restaurant »Calla« geben Jonas und Lars aus der 11. Klasse der Edith-Stein-Schule der Messe-Leitung sogar ein paar IT-Tipps, wie sich die Angebote der hobit künftig noch besser verlinken lassen könnten.
Jonas und Sven haben sich auf der hobit über ein Lehramtsstudium informiert. Ihr Mitschüler Lars interessiert sich eher für Technik und Naturwissenschaften und Klassenkameradin Elisabeth ist klar geworden, dass sie Germanistik studieren möchte. Auch der 17 Jahre alte Florian von der Lichtenbergschule weiß seit der hobit ganz genau, was er später mal machen will: Jura studieren. Er will Anwalt werden für Strafrecht, Staatsanwalt oder Richter. »Die hobit hat meine Vorstellungen und meinen Studienwunsch gefestigt«, sagt er.
Hobit-Organisator Bernhard Meyer plant nach dem Erfolg der Preisverleihung bereits für das nächste Jahr:  2015 wird es wieder Plaketten geben für die Schulen, die die meisten Schüler zur hobit schicken.


drucken
Autor: Astrid Ludwig
Datum: 18.02.2014

Impressum