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»Ich bin selbstbewusster geworden«

Die Architektur–Studentin Shajwan Jamal arbeitet schon zum zweiten Mal als Helferin auf der hobit

Als Shajwan Jamal 2013 die Rundmail der Hochschule Darmstadt las, war für die junge Studentin der Architektur gleich klar, dass sie sich bewerben würde. Gesucht wurden Helfer und Helferinnen für die Hochschulmesse hobit. „Das klang interessant und ich war vorher noch nie auf einer so großen Messeveranstaltung“, erinnert sich die 25-Jährige. „Diese Chance, vielleicht auch selbst neue Möglichkeiten zu erfahren, wollte ich auf jeden Fall nutzen.“ 

Shajwan bewarb sich, wurde von den Organisatoren, die die Helfer auswählen, zum Gespräch eingeladen. „Die schauen genau hin, wie man sich präsentiert und wer in die Gruppe reinpasst“, so die Erfahrung der Bachelor-Studentin. Shajwan Jamal bestand den Test. In dem gelben T-Shirt, an dem die hobit-Helfer für alle Besucherinnen und Besucher gleich zu erkennen sind, erschien sie Ende Januar 2014 im Darmstadtium.

Die hobit-Helfer sind im Dienst immer zu zweit. Eine weitere Studentin und sie wurden für die Aufsicht vor den Eingängen zu den Vortragsräumen eingeteilt. Der erste Messetag war durchaus eine Herausforderung. „Mit so großen Menschenmassen hatte ich gar nicht gerechnet“, erzählt Shajwan Jamal. Sie und die Kommilitonin mussten die Schlange der Wartenden im Blick behalten, aufpassen, dass keiner drängelt oder aggressiv wird. „Das ist eigentlich alles sehr gut gelaufen und wir mussten nicht eingreifen“, berichtet sie. Ein bisschen aufgeregt war sie aber dennoch. „Aber zum Glück ist man ja nicht allein“, sagt sie.

Shajwan fühlte sich gut vorbereitet.  Die Hochschule bietet ein Deeskalationstraining vorab für die hobit-Helfer an. „Das hat geholfen“, findet sie. Sie habe sich sicherer gefühlt. „Und wenn man den ersten Messetag überstanden hat, weiß man ja, was einen an den anderen beiden  erwartet“, lacht sie.

Die Arbeit als Helferin hat der 25-Jährigen Spaß gemacht, daher hat sie sich für die nächste Messe gleich wieder gemeldet. Sie freut sich schon auf die hobit 2015. Shajwan sieht in ihrer Mitarbeit dort auch eine Art Training für das Leben nach der Hochschule. „Ich habe gelernt, wie man sich angesichts so vieler Menschen am besten verhält. Das ist ja keine alltägliche Situation. Ich fühle mich jetzt selbstsicherer. Vorher habe ich mich immer eher ein bisschen im Hintergrund gehalten. Jetzt komme ich schneller mit Menschen ins Gespräch, bin einfach offener gegenüber anderen.“


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Autor: Astrid Ludwig
Datum: 17.12.2014

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