Hinter den Kulissen

In den Anfängen noch Stühle selbst geschleppt

Jutta Klause und die Studienberater organisieren den Auftritt der TU Darmstadt auf der hobit

Die TU Darmstadt ist Mitveranstalter der hobit. Doch wie bringt man eigentlich eine ganze Universität auf die Messe? Jutta Klause von der Zentralen Studienberatung der TU weiß, wie das geht. Sie organisiert die Teilnahme der Technischen Uni samt ihrer 13 Fach- und fünf Studienbereiche an der Hochschul- und Berufsmesse bereits seit vielen Jahren. Eine Aufgabe, die sich im Laufe der Jahre sehr gewandelt hat.

Jutta Klause erinnert sich noch gut an die Anfänge der hobit  Ende der 1990er Jahren. Da gab es noch keine Projektleitung wie heute, „wir mussten viel mehr selbst managen“, sagt sie. „Das ging sogar soweit, dass wir auf dem Fußboden der Messehalle die Markierungen für die Stände aufgeklebt und Tische und Stühle geschleppt haben.“ Natürlich neben all den anderen Planungen und Vorbereitungen, die zu treffen waren. Als dann Professor Bernhard Meyer vor rund zehn Jahren Projektleiter der hobit wurde, „hat uns das sehr entlastet“. Doch zu tun gab und gibt es für Jutta Klause und ihre zwei weiteren Kollegen und Kolleginnen der Zentralen Studienberatung auch heute immer noch genug. „Die Aufgaben haben sich sehr verändert“, berichtet sie.
Die Messe ist die größte Veranstaltung, die die Studienberatung der TU im Jahr mit zu organisieren hat. „Sie ist damals aus einer Idee der Studienberater entstanden. Deshalb bewegt uns die hobit immer besonders und wir möchten, dass sie gut wird“, betont Jutta Klause. Und zwar jedes Jahr auf‘s Neue.

Klause ist die Kontaktperson der TU Darmstadt für die hobit – nach  innen und auch außen. Bei ihr laufen die Fäden zusammen. Sie nimmt an den Vorbereitungstreffen der operativen Ebene der Messe teil, ist Ansprechpartnerin für positive oder kritische Rückmeldungen zur hobit aus den Reihen der Universität selbst. Sie hat Verbindung zu den Fachbereichen, die sich im Kongresszentrum darmstadtium präsentieren, koordiniert die Standortzuweisung für die Stände der jeweiligen Studiengänge und organisiert auch das, was sie die „Feinabstimmung“ nennt. „Ich kenne die Wünsche der Fachbereiche und Institute schon sehr lange Zeit und versuche das zu berücksichtigen.“ Etwa, wenn es darum geht, wo genau die derzeit 27 Stände der TU auf den jeweiligen Campusarealen der hobit positioniert werden. Ein zuweilen heikles Thema.

Tipps für einen attraktiven Messestand

Teilweise ist die Teilnahme der Fachbereiche der Uni an der hobit ein Selbstläufer, berichtet Jutta Klause. Auch dort gibt es feste Ansprechpartner, die sich wie sie schon seit Jahren für die Messe engagieren und die Abläufe in- und auswendig kennen. Doch es gibt auch Fachbereiche, deren hobit-Kontaktpersonen jährlich wechseln. „Da ist dann mehr Rücksprache und Information nötig.“

Ihr liegt viel daran, dass sich die Studiengänge attraktiv und transparent für die Schülerinnen und Schüler präsentieren. Die Ingenieur- und  Naturwissenschaften haben es bei der Gestaltung der Stände meistens leichter, da sie mit Modellen oder Versuchsaufbauten Publikum locken können. „Die Geistes- und Humanwissenschaften tun sich schwerer“, weiß die Studienberaterin. Auch wegen zuweilen personeller oder finanzieller Engpässe. Klause vermittelte daher ebenfalls interne Schulungen für Messepräsentationen oder individuelle Beratungsgespräche. Vor und während der hobit schaut sie sich jeden Stand „ihrer“ Uni genau an, versucht Hilfestellung oder Tipps zu geben. Um Anreize zu schaffen, gab es schon Überlegungen, die attraktivsten Stände zu küren.

Die Studienberaterin ist auch diejenige, die sich um den Teil des Vortragsprogramms kümmert, der von der TU und ihren Wissenschaftlern und Wissenschaftlerinnen gestaltet wird. Und auch ihre Abteilung, die Zentrale Studienberatung selbst, präsentiert sich mit einem Stand auf der hobit und bietet Vorträge für die Schüler an: Etwa über den Übergang von Schule zu Beruf und Studium, den  Weg zu einer erfolgreichen Studienwahl oder die Möglichkeiten der Studienfinanzierung über Stipendien.

„Auch die Eltern haben wir auf dem Schirm“, berichtet sie. Die kommen immer häufiger mit, wenn ihre Kinder die Studienberatung aufsuchen oder rufen an. Mit 17 oder 18 Jahren, sagt Jutta Klause, sind viele Schülerinnen und Schüler noch nicht an dem Punkt, wo sie genau wissen, was sie wollen. „Viele möchten studieren, wollen aber erst mal nach dem Abi eine Pause einlegen.“ In Form von Auslandspraktika oder Work-and-Travel-Programmen. Diesen Wunsch hat Jutta Klause in den vergangenen zwei Jahren auch auf der hobit immer wieder gehört.

Ihre eigenen Kinder und deren Mitschüler hat Jutta Klause ebenfalls auf die hobit geschickt, als die Entscheidung anstand, was nach dem Abitur geschehen soll. Ihre Tochter studiert unterdessen Psychologie in Trier, ihr Sohn Media Design an der Hochschule Darmstadt. „Sie haben ihre Entscheidung früh getroffen, waren aber trotzdem froh über das Angebot der hobit.“


drucken
Autor: Astrid Ludwig
Datum: 21.11.2014

Impressum