Hinter den Kulissen

»Wir haben es schwerer als die reinen Spaßseiten«

Die Tausender–Marke ist überschritten: Andrea Löser über den Facebook–Auftritt der hobit

Wenn es um „Likes“ geht oder „Follower“, dann ist Andrea Löser die richtige Adresse. Die 34-Jährige ist seit Ende 2013 die Facebook-Frau im hobit-Team – so lange, wie es das jüngste Kind, die Facebook-Seite, der Bildungsmesse gibt. Andrea Löser hat im Auftrag der hobit-Veranstalter und der Offenbacher Gestaltungs-Agentur U9 visuelle Allianz das neue Internetangebot für die hobit-Besucherinnen und Besucher konzipiert und aufgebaut.

Über tausend Likes hat die Seite aktuell. Diese Marke hat die hobit schon vor ihrem Auftakt am 27. Januar 2015 überschritten. Andrea Löser ist auch ein Jahr nach dem Start des Facebook-Auftrittes immer noch ganz überrascht von der starken und vor allem bleibenden Resonanz. „Fast tausend Likes, das ist viel und wir haben kaum Abgänge“, sagt sie. Das ist insofern bemerkenswert, weil der Facebook-Auftritt der hobit ja kein Freizeitvergnügen bewirbt, sondern ein Informationsportal ist, ein Angebot für die Auseinandersetzung mit dem künftigen Studium oder Beruf. „Wir haben es da schwerer als die reinen Spaßseiten“, sagt Andrea Löser.

Die Facebook-Seite wird auch nicht das ganze Jahr über mit aktuellen Infos gefüttert. „Aktiv sind wir vor allem in der Zeit von Oktober bis März, also vor, während und nach der hobit. Und trotzdem bleiben die Leute uns treu“, freut sich die 34-Jährige.

Eine Orientierungshilfe

Das liegt vermutlich an der Aufmachung der Seite, die den richtigen Nerv bei den jungen Nutzern trifft. Es sei wichtig, sagt sie, „sich nicht anzubiedern und etwa die Sprache der Jugendlichen imitieren zu wollen. Man muss vielmehr echt und authentisch  bleiben.“ Löser geht es vor allem darum, Informationen weiterzugeben, Hilfestellung zu leisten und die Kommunikation mit den Jugendlichen aufzunehmen. „Die Facebook-Seite soll eine Orientierungshilfe für die Schülerinnen und Schüler sein. Das wollen wir auch weiter ausbauen“, kündigt sie an.

Dass das funktioniert, kann sie an den Likes und auch den Kommentaren und Nachrichten verfolgen, die sie erhält. Kleine positive Rückmeldungen der Facebook-Nutzerinnen und Nutzer, die ein wichtiges Feedback sind.
Am beliebtesten sind reine Sachinfos – wie komme ich wo hin? Die Hinweise auf die Checklisten auf der hobit-Homepage sind gefragt und auf die Funktion „Myhobit“, bei der man sich sein Programm für den Messebesuch wie in einem Warenkorb zusammenstellen kann. Auch die Fotoaktionen werden gerne angenommen und das Gewinnspiel. Für die hobit 2015 gibt es übrigens eine Neuauflage. Diesmal verlost die Facebook-Seite einen Schnuppertag in einem Studiengang nach Wahl an einer der drei Hochschulen Darmstadts.

Den passenden Beruf erfinden

Andrea Löser liebt Bücher, Kultur und Philosophie. „Das öffnet andere Welten und Perspektiven“, findet sie. Daher hat sie auch Literaturwissenschaften und Kulturanthropologie in Frankfurt an der Goethe-Universität studiert. 2012 hat sie dort ihren Magister-Abschluss gemacht. „Ich war einer der letzten Magister-Jahrgänge vor der Umstellung auf Bachelor und Master“, erzählt sie. Als Geisteswissenschaftlerin muss man sich „den passenden Beruf erfinden“, sagt sie.

Früh war für sie klar, dass sie nicht in die Wissenschaft, sondern ins Kulturleben strebt.  Schon während des Studiums hat sie daher an vielen Projekten im Frankfurter und Offenbacher Kulturbetrieb mitgearbeitet, war bei Filmfestivals dabei, in kleinen Kulturzentren, hat Messerveranstaltungen betreut oder sich um das Finanzmanagement gekümmert.

In jüngster Zeit hat sich die 34-Jährige auf Öffentlichkeitsarbeit, die Text- und inhaltliche Arbeit konzentriert. Jede Kultureinrichtung oder eben auch Veranstalter wie die hobit haben heute ihre eigene Kommunikationsabteilung, Homepage, Twitter oder Facebook-Seite, um die lokale Szene anzusprechen. „Soziale Medien werden immer wichtiger. Das geht gar nicht mehr ohne“, sagt Löser.
www.facebook.com/hobitdarmstadt


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Autor: Astrid Ludwig
Datum: 12.12.2014

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