Nachgefragt

Hoher Stellenwert für die Stadt

Darmstadts Sozialdezernentin Barbara Akdeniz über finanzielle und ideelle Hilfen und wie die hobit auch ihren eigenen Töchtern bei der Studienwahl geholfen hat

Die Stadt Darmstadt ist seit Beginn der hobit Mitveranstalter der Messe und einer ihrer Hauptgeldgeber. Die Stadt steuert jährlich 10 000 Euro zur Finanzierung der Hochschul- und Berufsinformationstage im darmstadtium bei. Weitere wichtige Unterstützer der hobit sind mit jeweils 4000 Euro die Landkreise Darmstadt-Dieburg und Groß-Gerau. Aus Darmstadt und den beiden Landkreisen strömen auch die meisten Schülerinnen und Schüler zur Messe. Wir sprachen mit Darmstadts Sozialdezernentin Barbara Akdeniz (Bündnis 90/Grüne) über die hobit.

Frau Akdeniz, die Stadt unterstützt die hobit seit fast zwei Jahrzehnten. Wie genau sieht diese Hilfe aus?
Wir unterstützen die hobit finanziell mit den bereits erwähnten 10 000 Euro, aber auch ideell. Die Stadt Darmstadt ist selbst mit einem Stand auf der Ausbildungsmesse vertreten, wir machen aber auch Werbung für diese sehr große Veranstaltung auf der stadteigenen Homepage und  in unseren Ämtern. In unseren Jugendhäusern und Schulen werben wir für einen Besuch der hobit. Anfangs war diese Werbung für die hobit sehr hilfreich, mittlerweile ist die Messe erfreulicherweise so bekannt und etabliert, dass es schon fast ein Selbstläufer ist.

Welchen Stellenwert hat die Messe für die Stadt und für Sie als Sozial- und auch Jugenddezernentin Darmstadts?
Die hobit hat einen hohen Stellenwert für die Stadt und mich als Dezernentin. Uns ist es wichtig, dass die hobit die Schülerinnen und Schüler erreicht. Es gibt zahlreiche Ausbildungsmessen in der Stadt, auch von anderen Veranstaltern, doch hier liegt der Fokus besonders auf dem Studium und dem Dualen System. Die hobit ist wichtig für die Orientierung der Jugendlichen, für die Entdeckung der eigenen Interessen und Talente. Sich gründlich im Vorfeld zu informieren, hilft spätere Zweifel am Studiengang zu vermeiden, gleich die richtige Wahl zu treffen. Ich finde es gut, dass Schüler und Schülerinnen bei der hobit direkt Kontakt aufnehmen können mit Studierenden, Professoren sowie Professorinnen und auch Unternehmen.

Sie besuchen auch jedes Jahr selbst die hobit? Was ist das Besondere der hobit Ihrer Ansicht nach?
Auf jeden Fall die Vielfalt der dort angebotenen Möglichkeiten, die jedoch trotz der enormen Größe der Messe gut strukturiert und organisiert ist. Die jungen Menschen erhalten an den Ständen und bei den Vorträgen unmittelbar Antwort auf ihre Fragen. Das ist das Besondere.

Sie haben selbst an der Hochschule Darmstadt und auch der TU Darmstadt studiert. Hätten Sie sich als Schülerin zur eigenen Orientierung eine Messe wie die hobit gewünscht? Wie haben Sie sich damals informiert?
Ich bin damals von München nach Darmstadt gekommen. Für mich war klar, dass ich Sozialpädagogik studieren will und ich habe dann auch schnell einen Platz an der Hochschule bekommen. Ein Angebot wie die hobit gab es zu diesem Zeitpunkt nicht, ich hätte es mir aber gewünscht. Wer weiß, vielleicht hätte ich dann vielleicht sogar noch etwas anderes gewählt (lacht) – aber schon auch in Richtung Sozialpädagogik.

Empfehlen Sie den Kindern von Freunden und Familie die hobit?
Ja, natürlich. Meine eigenen Töchter waren vor sechs oder sieben Jahren auf der hobit und haben dort Informationen gesammelt. Eine hat daraufhin Mathe und Geschichte auf Lehramt in Frankfurt studiert und die andere Wirtschaftsingenieurin mit Fachrichtung Bauingenieurwesen an der TU Darmstadt. Und beide sind zufrieden damit. Ich bin aber auch eine Verfechterin des Praktikums, nicht nur der reinen theoretischen Information. Eine meiner Töchter hat beispielsweise ein Freiwilliges Soziales Jahr gemacht. Die Praxis kennenzulernen ist wichtig, um sich einen Einblick in den künftigen Beruf zu verschaffen.
Das Interview führte Astrid Ludwig


drucken
Autor: Astrid Ludwig
Datum: 06.01.2015

Impressum