Nachgefragt

Stefanie Tilger war 1997 eine der ersten hobit–Besucherinnen

Heute berät sie selbst auf der hobit Schüler/innen bei der Berufswahl

Was mache ich bloß nach der Schule? Welchen Beruf könnte ich ergreifen? 20 000 Schülerinnen und Schüler suchen jedes Jahr auf der hobit mehr oder minder verzweifelt nach Antworten. Wie die hobit bei der Berufs- und Studienwahl geholfen hat, davon berichten ehemalige Besucherinnen:

 

Als Schülerin hat Stefanie Tilger vor 20 Jahren die allererste hobit besucht. Am Stand der Materialwissenschaften der TU Darmstadt fand sie damals den richtigen Studiengang für sich – heute kehrt sie als Personalbetreuerin am Messestand der Firma Freudenberg jedes Jahr auf die hobit zurück.

Stefanie Tilger erinnert sich noch gut an ihren ersten Messebesuch 1997. „Ich ging damals auf die Liebfrauenschule in Bensheim und die Schule hatte uns für den hobit Besuch freigestellt“, erzählt sie. Es war eine doppelte Premiere, denn die Messe war gerade erst geboren worden. Die erste hobit fand damals im Kongresszentrum des Luisencenters in Darmstadt statt und war wesentlich kleiner als heute. Rund 4000 Besucher kamen vor 20 Jahren, heute sind es 20 000 jährlich. „Es war nicht so voll und familiärer“, sagt Stefanie Tilger.

1998 machte die heute 38-Jährige ihr Abitur, zwei Jahre hintereinander informierte sie sich auf den Hochschul- und Berufsinformationstagen über ihr künftiges Berufsziel. „Es gab ja noch kein Internet. Der Besuch der hobit hat mir geholfen, einen Überblick zu bekommen. Ich wollte etwas Technisches studieren und Darmstadt war eine der ersten Adressen für technische Studiengänge“, sagt  sie.

Am Stand der Materialwissenschaften der TU Darmstadt – einer vor 20 Jahren noch jungen Disziplin – führte sie gute Gespräche mit Professoren und Studierenden. Das Fach sagte ihr zu. „Es war weder reine Physik, noch reine Chemie oder Mathematik, sondern von allem etwas. Das gefiel mir.“ Als eine von nur vier Frauen unter 40 Studenten begann sie nach dem Abi ihr Studium an der Technischen Universität.

Auf der hobit die richtige Wahl getroffen

„Es war damals die richtige Entscheidung für mich“, sagt sie im Rückblick. „Ohne das Studium an der TU hätte ich nie diesen Job bei Freudenberg bekommen.“ Das Unternehmen in Weinheim arbeitet weltweit und stellt unter anderem Dichtungen, schwingungstechnische Komponenten, Vliesstoffe, Filter oder auch Spezialchemie sowie medizintechnische und mechatronische Produkte her. Die Freudenberg Gruppe beschäftigt mehr als 40 000 Mitarbeiter/innen in rund 60 Ländern.

Stefanie Tilger arbeitet seit 2004 für das Unternehmen. Am Standort Weinheim ist sie für die Personalbetreuung sowie die Rekrutierung und Begleitung von Studierenden für das Duale Studium zuständig. Seit mehreren Jahren führt sie eben diese Arbeit auch auf die hobit zurück. Das Unternehmen hat jedes Jahr einen Stand im Darmstadtium. Noch so ein Unterschied zu ihren eigenen hobit-Zeiten: „Damals gab es noch keine Unternehmen auf der Messe“, erinnert sie sich. Sie lobt die Vielfalt, die den heutigen Besuchern geboten werde.

Wenn Stefanie Tilger auf der hobit ist, sucht sie manchmal auch den Stand der Materialwissenschaften der TU auf. Ab und zu trifft sie noch auf bekannte Gesichter. Dann fühlt sie sich an die Zeit vor 20 Jahren erinnert, als sie selbst auf der Suche nach dem richtigen Studiengang war.


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Autor: Astrid Ludwig
Datum: 21.12.2016

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