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Laptops und Firmensoftware für das mobile Ausbilden

Das Unternehmen „Schenck Process Europe GmbH“ hat schnell reagiert und – soweit möglich - seine Auszubildenden zuhause mit Computern, aber auch sonstigen Ausbildungsmitteln wie Zeichenbrettern ausgerüstet. Da die praktischen Ausbildungsinhalte in den technischen Berufen nur teilweise online zu vermitteln sind, werden die Mechatroniker in einem Mix aus Online-Theorie und Präsenz-Praxis ausgebildet. Diese hybriden Ausbildungsformate kann sich Ausbilderin Katharina Preßler künftig gut vorstellen.

Katharina Preßler, Ausbilderin bei Schenck Process Europe
Katharina Preßler, Ausbilderin bei Schenck Process Europe

Wie viele Beschäftigte und Azubis arbeiten bei Schenck Process Europe in Darmstadt?

Katharina Preßler: Schenck Process ist spezialisiert auf Mess- und Verfahrenstechnik. Wir bieten Lösungen für das exakte Dosieren, Sieben oder Wiegen sogenannter Schüttgüter. Das kann das Frühstücksmüsli sein oder auch Kunststoff-Granulate. Am deutschen Standort Darmstadt arbeiten rund 450 Menschen, weltweit sind es rund 2500. In Darmstadt sind derzeit rund 30 Azubis und Dual Studierende beschäftigt.

 

Welche Berufe oder Studiengänge sind das?

Beim Dualen Studium sind das die Bachelorstudiengänge Wirtschaftsingenieurwesen oder auch Informatik. Die dualen Ausbildungsmöglichkeiten richten sich bei Schenck Process nach dem Bedarf, sowohl in der Anzahl als auch in Auswahl der erforderlichen Inhalte und Kompetenzen. Wir bieten Ausbildungsstellen zur/m Industriekauffrau/-mann an und – das ist neu – für Digitalisierungsmanagement.

 

Welche Veränderungen haben sich pandemiebedingt ergeben?

Das Bewerbungsverfahren hat verzögert begonnen. Wir befinden uns jetzt noch im Verfahren für 2021, was sonst normalerweise um Weihnachten herum abgeschlossen ist. Wir und auch die Bewerber/innen sind später dran. Das lag unter anderem daran, dass Berufsorientierungsangebote und Messen ausgefallen sind, viele Ausbildungssuchende und Unternehmen sich in einer Art Wartehaltung befanden sowie mitten in einer digitalen Umorientierung stecken.

 

Wie hat sich Schenck Process umgestellt?

Unser Bewerbungsverfahren läuft jetzt beispielsweise rein digital und nicht mehr in Präsenz. Tests und Gespräche werden digital und per Videokonferenz durchgeführt. Über die Kamera lässt sich ein ganz guter Austausch aufbauen. Unsere Ausbildung haben wir ebenfalls umgestellt. Im ersten Lockdown haben wir unsere Azubis und DHs mit firmeneigenen Laptops und Software ausgerüstet. Das ging bei den kaufmännischen Berufen etwas einfacher. Den Mechatronikern haben wir zu Beginn Ausbildungsmittel, wie z.B. Zeichenbretter für zuhause mitgegeben, damit sie die Ausbildungsinhalte wie Technisches Zeichnen üben konnten. Wo es möglich war, haben wir die Ausbildungsinhalte auf mobiles Ausbilden umgestellt und adaptiert. In jeder Abteilung halten unsere Ausbildungsbeauftragten virtuellen Kontakt mit den Azubis und Studierenden. Auch unsere digitalen Lernplattformen haben wir angepasst und erweitert. 

 

Wo lässt sich das schwerer umsetzen?

Bei den technischen Azubis funktioniert mobiles Ausbilden nur bedingt. Maschinen müssen vor Ort montiert und praktische Inhalte müssen überwiegend auch in der Praxis geübt werden. Im Unternehmen gelten Masken-, Abstands- und Einbahnstraßenregelungen und seit April können sich die Beschäftigten zwei Mal die Woche testen lassen.

 

Welche Rückmeldung erhalten Sie?

Wir haben das Gefühl und die Erfahrung, es kommen alle ganz gut mit der Situation klar und können sich zuhause organisieren. Natürlich gibt es auch hier Unterschiede, wie bei allen Menschen.  In dieser Zeit, in der persönliche Treffen auf ein Mindestmaß begrenzt sind, ist die Kommunikation enorm wichtig. An einzelnen Tagen kommen die Azubis und Studierenden daher alle ein bis zwei Wochen ins Unternehmen. Darüber hinaus bieten wir regelmäßig virtuelle Treffen für alle an, damit man sich ab und zu mal sieht. Wir organisieren jahrgangsübergreifende Austausche und die Ausbildungsgruppen verabreden sich auch mal zu einer digitalen Mittagspause. Das ist hilfreich und fördert den Zusammenhalt unter den Ausbildungsgruppen. Wir freuen uns, dass auch unsere Geschäftsführer mit den „jungen Menschen“ in den Austausch gehen und so beide Seiten ein Verständnis für die Situation des jeweils anderen gewinnen können.

 

Was wird sich an der Ausbildung ändern?

Wir werden schauen, dass wir das, was sich in der Corona-Zeit bewährt hat, beibehalten und mit dem Bisherigen gut verbinden. Viele finden es gut, von zuhause arbeiten zu können. Wir wollen das als Option anbieten. Wo es möglich ist, werden wir das auch auf die Ausbildung adaptieren und versuchen, eine gute Mischung zwischen digitalen und Präsenzangeboten zu finden. Ich freue mich aber auch, wenn ich die Auszubildenden und dual Studierenden künftig wieder vermehrt persönlich am Ausbildungsort Darmstadt treffe.

 

Das Interview führte Astrid Ludwig

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