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„Effizienteres Lernen“

Viele TU-Studierende kommen im digitalen Semester gut zurecht und wünschen sich auch künftig mehr E-Learning-Elemente in der Lehre. Die positiven digitalen Erfahrungen sollen über die Corona-Krise hinaus im Unialltag Bestand haben.

TU-Student Arijan Goharnia
TU-Student Arijan Goharnia

Für den Umweltingenieur-Studenten Arijan Goharnia war der Schichtbetrieb im Labor die Rettung

Arijan Goharnia hat im Februar 2021 seine Masterarbeit erfolgreich abgeschlossen. Der 25-Jährige hat Umweltingenieurwissenschaften an der TU Darmstadt studiert. Seine Abschlussarbeit hat er über das Schadstoffverhalten von Mikroplastik geschrieben. Dabei untersuchte er unter anderem, wie viel und welche Schadstoffe sich auf Mikroplastikpartikeln anreichern, die von Fischen aufgenommen und so in die Nahrungskette von Menschen gelangen können.

Ohne Versuche keine Masterarbeit

Zur Masterthesis gehörten zahlreiche Laborversuche, die er innerhalb einer Halbjahresfrist machen musste. Dazu zählten Versuchsreihen zum Sorptionsprozess. Ohne die Versuche und die Ergebnisse aus dem Labor „hätte ich meine Abschlussarbeit nicht schreiben können“, erzählt er. Doch die TU-Labore waren über weite Strecken während der Corona-Krise geschlossen. Das beunruhigte Arijan Goharnia sehr. Doch dann kam zum Glück für ihn die Entwarnung. „Es gab eine Art Schichtregelung im Laborbetrieb, sodass ich manchmal morgens bis 12 Uhr oder nachmittags ab 13 Uhr im Labor tätig war. Zudem wurden Anwesenheitskarten verteilt, sodass nicht zu viele Personen anwesend waren im Labor. Andere Arbeiten, wie zum Beispiel die Datenauswertung, konnte ich zuhause machen. Die Koordination und Planung mit dem Forschungslabor waren einwandfrei und super“, lobt er.

Erklärvideos und coole Links

Goharnia arbeitete als Tutor. Er betreute Bachelorstudierende in Chemie. Die derzeit nicht im gewohnten Umfang möglichen Laborarbeiten zeigt der FB anhand von Erklär- und Versuchsvideos. Eine Lösung, „auch wenn es die physische Laborerfahrung nicht ersetzen kann“, findet er. Technisch klappt alles sehr gut. „Das hat mich gewundert“, lacht er. Per Link werden Studierende auf der Moodle-Lernplattform direkt zu ihren passenden Zoom-Meetings mit Lehrenden und Tutoren geleitet. „Das haben die Dozenten*innen sehr einfach gehalten. Das ist wirklich cool“, lobt er.

Fehlten ihm die Kommilitonen? Der 25-Jährige blieb durch Videochats/Online Meetings in Kontakt. „Daher war es nicht ganz so tragisch. Die Gesundheit steht im Vordergrund. Wir sollten die digitalen Medien und ihre Vorteile wie Videocalls oder Chatfunktionen nutzen.“ Auf die Zeit nach der Pandemie freut er sich aber trotzdem schon.

TU-Studentin Karolin Ludwig
TU-Studentin Karolin Ludwig

Ein hohes Maß an Selbstdisziplin hält die Bachelorstudentin Karolin Ludwig für erforderlich

Karolin Ludwig schreibt derzeit an der TU Darmstadt an ihrer Abschlussarbeit für den Lehramtsstudiengang „Bachelor of Education Körperpflege“. Anschließend hofft sie, ihren Masterstudienplatz in Schweden antreten zu können. „Insofern jetzt alles nach Plan läuft und ich alle Prüfungen bestanden habe“, lacht sie. Die vergangenen Semester hat sie digital studieren müssen. Das fühlte sich streckenweise wie ein Fernstudium an, erzählt die 28-Jährige. Dass sie dabei jedoch ihre Zeit selbst einteilen konnte, gefällt ihr. „Gleichzeitig erfordert es eine höhere Selbstdisziplin, weil man sich zuhause sehr viel leichter ablenken lässt.“ Sie kommt mit den Online-Angeboten gut klar. Ein klarer Vorteil, sagt sie, seien Vorlesungsvideos, „die man anhalten und im eigenen Tempo bearbeiten kann, was das Mitschreiben wesentlich vereinfacht“. Für Karolin Ludwig macht es jedoch einen großen Unterschied, „ob ich beispielsweise beim Halten eines Vortrags meinem Gegenüber in die Augen schauen, Reaktionen wahrnehmen und so besser interagieren kann.“

Sie begleitet Erstsemester

Mittlerweile haben sich die meisten Dozierenden ihrer Ansicht nach gut organisiert. „Manche bemühen sich mehr, drehen Videos und veranstalten gut organisierte und interessant gestaltete Onlineseminare, andere machen es sich einfach und laden unkommentierte Foliensätze hoch“, berichtet sie von ihren ganz unterschiedlichen Erfahrungen. Gleiches gilt für Klausuren:  Manche werden noch in Präsenz geschrieben, andere Lehrende bemühen sich um digitale Alternativen. In Kontakt mit den Dozenten/innen zu treten sei in Nicht-Pandemiezeiten einfacher, so Ludwig. Auch der Austausch und die Vernetzung unter den Studierenden ist sehr viel stärker, wenn man sich regelmäßig in der Uni trifft. „Das ist, glaube ich, eine der größten Herausforderungen für Studienanfänger/innen“, vermutet die Bachelorstudentin. Sie selbst begleite Erstsemesterstudierende, „die sich freuen würden, sich endlich auch mal persönlich kennen zu lernen; im Moment beschränkt sich der Kontakt auf WhatsApp Gruppen und Zoom-Meetings“.

Studierende müssen sich auch einbringen

Karolin Ludwigs Fazit: „Ich bin gut zurechtgekommen, aber ein normaler Unialltag ist eben doch ein ganz anderes Gefühl.“ Auch an ihr gehe die Pandemie nicht spurlos vorbei. „Gefühlt ist es eine sehr subtile, aber dauerhafte Strapaze, die vielleicht einen größeren Einfluss auf die Motivation hat, als man zugeben möchte.“ Summa summarum ist sie jedoch der Auffassung, dass es wesentlich schlechter laufen könnte und der Großteil aller Dozierenden sich bemüht, die Veranstaltungen, so gut wie möglich, an die Umstände anzupassen. „Dabei ist auch wichtig, dass die Studierenden sich einbringen.“ Seminare in denen Dozenten/innen mit zwanzig schwarzen Fenstern und vor allem mit sich selbst sprechen, weil Kommilitonen/innen ihre Kameras nicht einschalten oder sich kaum mit Wortbeiträgen einbringen, „bringen niemanden weiter“, appelliert sie.

 

Masterstudent Janis Wilbert fand den Einstieg schwerer, aber die Lehre heute spannender

Janis Wilbert fand das Hin und Her zu Beginn der Pandemie, die Ungewissheit, ob und wann die TU schließt, schwierig. „Das hat bei einigen Kommilitonen/innen besonders während der Prüfungsphase Stress verursacht.“ Wegen der spontanen Schließung von Bibliothek und Uni fehlten ihm gewohnte Strukturen und Arbeitsabläufe. „Die produktive Arbeitsatmosphäre in der Bibliothek fällt weg“, bedauert er. 

Den Einstieg in das erste digitale Semester empfand der Masterstudent in Umweltwissenschaften ungewohnt und schwerer als üblich. „Welches Modul funktioniert wie? Wann ist Sprechstunde oder bis wann müssen Fragen für die Vorlesung eingestellt werden? „Durch die spontane Situationsveränderung gab es anfangs kein einheitliches Vorgehen“, merkt er an. „Viele Dozierende schienen zwar vorbereitet, aber trotzdem erst einmal überfordert. Später wurde es aber immer besser“, lobt er. Offensichtlich gebe es kein „Handbuch“ zur Gestaltung der Digitalen Lehre. Jede/r ziehe Vorlesungen unterschiedlich auf. Wilbert fände es gut, wenn die Erfahrungen untereinander mehr geteilt würden.

Lästige Wege entfallen

Insgesamt jedoch, so sein persönliches Fazit, ermöglicht die Digitalisierung ein effizienteres Lernen. Positiv findet der 25-Jährige, dass Raum- oder Campuswechsel sowie lästige Anfahrten und Zwischenwege entfallen und man sich nicht so gehetzt fühle. Auch bei einigen Lehrkräften kommen die Vorteile gut an. Er zitiert einen Dozenten, der lobt, dass er viel interessantere Fragen von den Studierenden erhalte, weil diese sich durch die Videos besser vorbereiten konnten und nicht durch 1,5 Stunden Vortrag ermüdet waren.

Wilbert hofft, dass auch künftig mehr E-Learning eingesetzt wird und die Lehre nicht wieder in alte Muster fällt. Durch das digitale Semester würden Lehrkräfte ihre Lehrveranstaltungen erstmalig wieder hinterfragen. „Viele lassen sich auf die Herausforderung angemessen ein und sorgen für ein funktionierendes, spannendes Semester“, findet er.

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