Mach, was zu dir passt!

Mit my hobit kannst du dir dein persönliches hobit-Programm zusammenstellen. Und so geht’s: Gehe zu TALKS oder SCHAUFENSTER. Klicke auf das Einkaufswagensymbol neben dem Titel deiner Wahl und bestätige die Auswahl.

Deinen hobit-Plan kannst du ausdrucken oder dir per E-Mail zuschicken.

Achtung: Finden ausgewählte Talks oder Livechats zur gleichen Zeit statt, werden die sich überschneidenden Termine farbig markiert.

Bislang ist dein hobit-Tagesplan noch leer.


Deine Auswahl an Veranstaltungen in myhobit dient nur der Orientierung.
Sie ist keine verbindliche Anmeldung oder Reservierung. Programmänderungen vorbehalten.

hobit - eine Veranstaltung der Technischen Universität Darmstadt, der Hochschule Darmstadt, der Evangelischen Hochschule Darmstadt, der Arbeitsagentur Darmstadt, der Vereinigung der hessischen Unternehmerverbände und der Wissenschaftsstadt Darmstadt.

Insektenscanner

Es gibt immer weniger Insekten. Wissenschaftler und Forscherinnen der TU Darmstadt und der Hochschule Darmstadt haben gemeinsam einen Scanner gebaut, mit dessen Hilfe konservierte Insekten nicht nur automatisiert digital archiviert, sondern ihr Bestand auch in hochaufgelöster Bildqualität und in 3D dokumentiert werden kann. Eine weltweit einmalige Entwicklung.

Dringendes Anliegen

Seit Jahrzehnten ist ein massiver Schwund der Insekten zu beobachten: Heimische Schutzgebiete haben teilweise 75 Prozent der Insekten-Biomasse verloren. Es ist daher wichtig, die lokale und globale Diversität der Insekten zu dokumentieren und zu verstehen. Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen der Hochschule Darmstadt und TU Darmstadt haben hierfür gemeinsam einen neuartigen Scanner entwickelt, der konservierte Insekten hochauflösend und maßstabsgetreu digitalisiert.

Schutz für Sammlungen in Museen

Der Scanner soll einen Beitrag zur digitalen Dokumentation der Biodiversität leisten. Denn nicht nur in der Natur, auch die in Sammlungen konservierten Insekten sind in Gefahr: Sie drohen durch natürlichen Verfall und Schädlinge wie den Museumskäfer verloren zu gehen. Mit der Digitalisierung können die in naturkundlichen Museen archivierten Insekten - immerhin über eine Million unterschiedliche Arten - nicht nur für die Zukunft erhalten, sondern auch weltweit online zugänglich gemacht werden.

Bisher nur zweidimensionale Fotos

Die Arbeitsgruppe „Ökologische Netzwerke“ an der TU Darmstadt untersucht den Einfluss von Landnutzung und Klimawandel auf Artengemeinschaften und morphologische Merkmale von Insekten und Spinnentieren. Morphologie ist die Lehre von der Struktur und Form der Organismen. Zwar gibt es bereits zahlreiche fotografische Dokumentationen von Insektensammlungen, aber die Reduzierung der dreidimensionalen Tiere auf zweidimensionale Bilder ist für die Wissenschaft unbefriedigend. „Es lassen sich anhand von einzelnen Fotos kaum alle wichtigen Merkmale erkennen, und deren räumliche Bezüge zueinander sind nicht darstellbar“, so der Ökologe Michael Heethoff.

Vier Jahre gemeinsame Entwicklung

Der 3-D-Insektenscanner löst nun dieses Dilemma. Anteil daran hat Bernhard Ströbel vom Fachbereich Mathematik und Naturwissenschaften der Hochschule Darmstadt mit seiner langjährigen Erfahrung im Bereich der optischen 3-D-Vermessung. Vier Jahre dauerte die gemeinsame Entwicklung des Geräts „DISC3D“ (Darmstadt Insect Scanner 3D). Mittlerweile ist der Prototyp im Routine-Einsatz.

25 000 Einzelbilder eines Tieres

Für den Scan wird ein Insekt in der Mitte von zwei Halbkugeln montiert, die das Exemplar von allen Seiten indirekt ausleuchten. Ein motorbetriebener Schlitten fährt eine Kamera, die kontinuierlich Bilder aufnimmt, vor und zurück. Schrittmotoren drehen das Objekt in regelmäßigen Abständen um zwei Achsen. Mit Hilfe von rund 25 000 digitalen Einzelbildern aus 400 verschiedenen Raumrichtungen entstehen anschließend farb- und größengetreue 3-D-Modelle der Tiere, die am Computer betrachtet, gedreht, gezoomt, vermessen und in Datenbanken der Museen kuratiert werden können.

Spannend für die Museumspädagogik

Der Scanner kann Insekten verschiedenster Größen erfassen – zwei Millimeter kleine Fliegen oder auch Tiere von der Größe eines Maikäfers, sagt Ströbel. Die Modelle können vergrößert und mit dem 3-D-Drucker ausgedruckt werden. Ganz neue Möglichkeiten für die Museumspädagogik. Interesse haben daher bereits einige Museen und Forschungseinrichtungen angemeldet, die den Scanner jetzt nachbauen. Von den Entwicklern war das so gedacht. Sie stellen die Pläne bereit und hoffen auf zahlreiche – auch private – Nachahmer, um dem Ziel einer groß angelegten Digitalisierung der Insektensammlungen an den Museen näher zu kommen.

Teile den Artikel!

Datenschutz? Kein Problem! E-Mail-Adresse werden nicht gespeichert!

Die Hochschul- und Berufsinformationstage sind eine Veranstaltung von:

  • Bundesagentur für Arbeit
  • Evangelische Hochschule Darmstadt
  • h_da
  • Technische Universität Darmstadt
  • Vereinigung der Hessischen Unternehmensverbände

Unterstützt von der Stadt Darmstadt, dem Kreis Darmstadt-Dieburg und dem Kreis Groß-Gerau.

my hobit