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Wie erleben Lehrende der Hochschule Darmstadt den digitalen Semesteralltag

 

„An die Bedürfnisse der Studierenden anpassen“

Der FB Architektur und Prof. Udo Gleim von der Hochschule Darmstadt halten engen Kontakt zu ihren Studierenden über Videobotschaften und die „milchBar“

 „Zu Beginn der Pandemie haben wir unser Haus mit einer Vollbremsung heruntergefahren.“ Innerhalb von vier Wochen musste der Fachbereich von Null auf 100 digitalisieren. Anfangs war Prof. Gleim skeptisch: „Wir lehren und lernen von- und miteinander, der informelle Austausch ist hoch, unsere Studios sind rund um die Uhr offen. Studentische Selbstverwaltung und Organisation machen den Fachbereich Architektur bunt. Eine Kultur, die wir unbedingt erhalten wollen“. Gleich zu Beginn startete der Fachbereich daher eine Umfrage unter seinen Studierenden, „um sich an ihren Bedürfnissen und Möglichkeiten zuhause zu orientieren“, so der Studiendekan. Seither gelten fachbereichsweit gleiche Regeln: Sämtliche Lehrveranstaltungen werden strukturiert auf der Lernplattform Moodle abgebildet; synchrone Kommunikation live via Zoom angeboten. „Die Verbindung ist stabil, die Qualität für Architektur-Pläne und Zeichnungen ausreichend hoch“, erklärt der Professor.

Für die informelle Interaktion setzt der FB auf den Open-Source-Messenger-Dienst Mattermost. Damit lassen sich Seminarteams anlegen, eigene Kanäle und virtuelle Räume. „Es funktioniert hervorragend auf allen Geräten.“ Zu finden ist dort auch die „milchBAR“, digitaler Ersatz für den realen Treffpunkt im Haus und offizieller, datengeschützter Kommunikationskanal. „Hier können alle über alles reden.“ Per Video bleiben die Lehrenden des Fachbereichs in Kontakt mit den Studierenden, das schafft Nähe. https://vimeo.com/fbarchitektur.

Lehrende und Studierende sind glücklich mit den Lösungen. Nur im künstlerisch- gestalterischen Bereich bleibt es schwierig. „Man kann kein Aktmodell vor die Kamera setzen, und ein Zeichen-Lehrvideo ist nicht dasselbe wie ein Präsenzkurs, wo man über die Schulter schauen und Tipps geben kann“, sagt Gleim. Einzelunterricht per Zoom ist ein Ersatz, wenn auch für ihn eine Notlösung. Letztlich sei aber „die Atmosphäre am Fachbereich wichtiger, als noch das letzte Iota Lehre zu vermitteln“, findet er. Daher versenden Lehrende und Studierende über die „milchBAR“ regelmäßig ihre Videobotschaften. „Wir leben von der aktiven Beteiligung der Studierenden. Diesen Geist wollen wir über die Corona-Durststrecke retten“, sagt der Professor.

 

 „Höherer Lernerfolg, bessere Noten durch Digitalisierung“

Prof. Melanie Siegel vom FB Media schwört auf Blended Learning- Konzepte

Dass aufgezeichnete Vorlesungen samt Übungen den Lernerfolg und Notendurchschnitt erhöhen sowie die Durchfallquote senken können, hat Prof. Melanie Siegel vom Fachbereich Media der Hochschule Darmstadt festgestellt. Die Computerlinguistin hat bereits seit 2016 ihre Lehre auf „Blended Learning“ umgestellt. Das heißt: Alle ihre Präsenzvorlesungen gibt es als Aufzeichnung; dazu viel Material wie Übungen, Tests oder Videos auf der Lernplattform Moodle. Die gleiche Vorlesung mehrfach zu halten, ist in ihren Augen „Zeitverschwendung“. Sie besuchte Fortbildungen und lehrt seither nach dem Konzept des „Inverted Classroom“. Studierende müssen sich dabei anhand bereitgestellter Filme, Texte und Übungen vorbereiten, die eigentliche Live-Vorlesungszeit nutzt Siegel dann für die direkte Interaktion mit den Studierenden. „Für die Klausurvorbereitung ist das super.“ Es fallen weniger durch die Prüfung, so ihre Erfahrung. Fragen ihrer Studierenden beantwortet sie in Corona-Zeiten bei virtuellen Treffen. „Das ist schnell und unkompliziert. Meine Studierenden sind an die Digitalisierung schon gewöhnt.“ Sie freut sich aber dennoch auf die Zeit, in der eine persönliche Interaktion wieder möglich ist.

 

 „Praxis wichtig“

Prof. Sven Rogalski vom FB Elektro- und Informationstechnik kreiert digitale Zwillinge der Laborstände, an denen Studierende sonst in Präsenz üben

Gerade die Experimente im Labor sind für Sven Rogalski, Professor am FB Elektro- und Informationstechnik der Hochschule Darmstadt, wichtig. Seine Laborgruppen zur Automatisierung wollte er keinesfalls ausfallen lassen. Damit sie online funktionieren, kreierte er seine Übungen mit Hilfe von Simulationstools neu. Um die Praxis-Teile seiner virtuellen Vorlesungen zu vertiefen, entwickelt er einen digitalen Zwilling der Laborstände, an denen die Studierenden sonst in Präsenz üben. Bei seinen Studierenden kommt das gut an, für ihn „ist es ein erheblicher Mehraufwand im Vergleich zu Präsenzveranstaltungen“. Laborversuche hofft er in Minigruppen unter strengen Hygieneregeln zu ermöglichen. „Praktische Erfahrung ist wichtig. Studierende müssen die Scheu vor der Hardware verlieren, um gut auf ihr späteres Berufsleben vorbereitet zu sein. Wer das Labor nicht besteht, hat bei den Prüfungen kaum Erfolgschancen.“ Die h_da stehe für den Anspruch auf praktische Ausbildung.

 

 „Breakout-Sessions einbauen“

Prof. Shyda Valizade-Funder fördert den sozialen Austausch unter ihren Studierenden

Prof. Shyda Valizade-Funder vom FB Wirtschaft der Hochschule Darmstadt rät, im Digitalsemester nun noch stärker auf die Didaktik zu schauen. Wie vermittele ich den Studierenden Kommunikations- und Teamfähigkeit, Organisations- und Methodenkompetenz in der digitalen Lehre? Sie selbst baut in ihren Live-Vorlesungen per Zoom zahlreiche Interaktionen ein wie Gruppenarbeiten oder Abstimmungstools wie ARS für Umfragen oder auch zur Lernstandkontrolle. „Die Studierenden trauen sich und machen mit.“ Die Professorin weiß, dass der „Workload“ für Studierende im digitalen Semester anders verteilt ist. Die viele Zeit am Bildschirm kann ermüdend sein, weshalb Lehrveranstaltungen kürzer, abwechslungsreicher und Abgabefristen für Leistungsnachweise zeitlich besser abgestimmt sein sollten. Weil die Studierenden den sozialen Austausch untereinander vermissen, richtet sie „Breakout-Sessions“ ein. Hier können die Studierenden online gemeinsam mit einem Kaffee die Pause verbringen. „Wie sonst auf dem Campus auch“, so Valizade-Funder.   

 

 „Wir mussten einfach losschwimmen“

Für Prof. Yvonne Haffner vom FB Soziale Arbeit war der digitale Anfang ungewohnt

Mögliche Hürden und die Lernbedingungen im digitalen Studienalltag hat der FB Soziale Arbeit unter seinen Studierenden in drei Umfragen erfragt. Die Rückmeldungen waren laut Prof. Yvonne Haffner unterschiedlich. Ein Viertel der Befragten, die Beruf oder Kinder mit dem Studium vereinen müssen, empfand das erste digitale Semester als unkomplizierter, rund die Hälfte dagegen als komplizierter. Einen Stillarbeitsplatz wünschen sich rund 28 Prozent, einen mit stabilem Internet fast 27 und Räume für Präsenz-Gruppenarbeit über 43 Prozent. „Die soziale Arbeit ist sehr auf Kommunikation ausgerichtet“, betont Haffner. Anfangs gab es daher viele Ängste. „Viele dachten, das kann in der Sozialen Arbeit nicht funktionieren. Aber dann haben wir uns darauf eingelassen und es lief besser als gedacht. Wir mussten einfach losschwimmen.“ Laut der jüngsten Umfrage wünscht jetzt sogar die Hälfte der Befragten auch nach Corona eine Mischung aus Präsenz- und digitaler Lehre.

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Die Hochschul- und Berufsinformationstage sind eine Veranstaltung von:

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Unterstützt von der Stadt Darmstadt, dem Kreis Darmstadt-Dieburg und dem Kreis Groß-Gerau.

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