Welcher Weg in den Beruf passt zu mir?

Mache ich besser eine Ausbildung oder studiere ich? Ist eine Universität passender für mich, ein Duales Studium oder gehe ich doch lieber auf eine Hochschule für Angewandte Wissenschaften? Und was ist überhaupt der Unterschied? Fragen, die vier Frauen beantworten, die es wissen müssen.

Speed-Dating

Moderatorin Pia Helferich stellt die Fragen im Stil eines Speed-Datings. Eine Minute bleibt Zeit für die Antwort – kurz, knapp und verständlich. Was ist ein Duales Studium? Wie fühlt sich studieren an einer Universität an und wie läuft im Unterschied dazu eine akademische Ausbildung an einer Hochschule für Angewandte Wissenschaften ab? Und was ist, wenn ich eigentlich lieber gleich in den Beruf starten und eine Lehre machen möchte? Habe ich da die gleichen Karrierechancen? Fragen, die die Moderatorin und auch die Schülerinnen und Schüler bei der hobit-Veranstaltung „Und Du so…?“ an Fabienne Bardonner vom Unternehmerverband Südhessen, Cordula Graalfs von der Agentur für Arbeit, die Studienberaterin Katharina Dötzer von der Hochschule Darmstadt und ihre Kollegin Silvia Faßbender von der Technischen Universität Darmstadt stellen können.

Live-Chat

Pia Helfrich moderiert die Runde auf der Bühne und gleichzeitig können die Schülerinnen und Schüler sich an einem Live-Chat beteiligen, der auf einer großen Leinwand angezeigt wird. So kann jeder seine ganz individuellen Fragen stellen.

Duales Studium

Fabienne Bardonner skizziert das Duale Studium, bei dem die Studierenden bei einem Unternehmen angestellt sind und dort ausgebildet werden und gleichzeitig an einer Uni oder Hochschule studieren. Meist geschieht das im Wechsel: Beispielsweise drei Monate im Unternehmen, drei Monate an der Uni. Ein sehr praxisorientiertes Studium, bei dem man gleich Berufserfahrung sammelt und auch Gehalt erhält. „Das läuft sehr strukturiert ab, nach festem Plan. Ist aber auch anstrengend“, sagt Bardonner. Semesterferien in dem Sinne gibt es nicht. Vorteil: „Die Abbrecherquote im Dualen Studium ist sehr gering.“

Studium an der Universität

Im Gegensatz dazu ist das Studium an einer Universität sehr durch selbstorganisiertes Lernen geprägt. Kurse, Vorlesungen, Module müssen sich die Studierenden selbst zusammenstellen. Neugierde, so Studienberaterin Silvia Faßbender, sollte die Hauptantriebsfeder sein, man sollte Spaß am Forschen und an Innovationen haben. Das Studium an einer Uni bedeutet ein breit aufgestelltes Grundlagenwissen, erfordert Hartnäckigkeit und Durchhaltevermögen.

Studium an einer Hochschule für Angewandte Wissenschaften

Anwendungsorientiert verläuft das Studium – wie der Name schon sagt - an einer Hochschule für Angewandte Wissenschaften, erklärt Katharina Dötzer von der Hochschule Darmstadt. Stets gehe es darum, „wie ich die Theorie ganz praktisch anwenden kann“. Gearbeitet wird projektbezogen in kleineren Gruppen. Ein Praxis-Semester gehört zu jedem Studiengang.

Duale Ausbildung

Wer lieber gleich einsteigen will in die Praxis und den Beruf, für den ist vielleicht eine Lehre und eine Duale Ausbildung passender. Dual, weil auch hier ein Teil der Ausbildung in der Berufsschule absolviert werden muss, sagt Cordula Graalfs von der Agentur für Arbeit. „Karriere“, betont sie, „kann ich auch ohne akademische Ausbildung machen.“ Bäcker, Handwerker, Mediengestalter oder Landschaftsbauer sind sehr gefragt.

Auslandserfahrung

Auslandsaufenthalte kann man übrigens in allen Bereichen sammeln. An den Unis und Hochschulen können Auslandssemester absolviert werden und sind sogar erwünscht. Und auch, wer sich für eine Ausbildung oder ein Duales Studium in einem internationalen Unternehmen entscheidet, kann meist mal für ein paar Wochen oder Monate an einen Firmenstandort im Ausland wechseln, weiß Fabienne Bardonner vom Unternehmerverband Südhessen.

Seine Stärken kennen

Die Qual der Wahl? Der Rat der Expertinnen: Vertraut auf eure individuellen Stärken. Was liegt mir? Was macht mir Spaß? Damit liegt man meistens richtig.

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Die Hochschul- und Berufsinformationstage sind eine Veranstaltung von:

  • Bundesagentur für Arbeit
  • Evangelische Hochschule Darmstadt
  • h_da
  • Technische Universität Darmstadt
  • Vereinigung der Hessischen Unternehmensverbände

Unterstützt von der Stadt Darmstadt, dem Kreis Darmstadt-Dieburg und dem Kreis Groß-Gerau.