Ausgezeichneter Lernort für nachhaltige Entwicklung

Die Hochschule Darmstadt (h_da) ist vom Bundesministerium für Bildung und Forschung und der Deutschen UNESCO-Kommission schon zum wiederholten Mal als einzige Hochschule in Hessen als „herausragender Lernort für Nachhaltige Entwicklung“ ausgezeichnet worden. An der h_da gibt es viele Initiativen für mehr Nachhaltigkeit. Wir stellen einige vor.

Nachhaltigkeitsbericht

Aktuell arbeitet die Hochschule Darmstadt beispielsweise an ihrem ersten Nachhaltigkeitsbericht. Einfließen werden dort nicht nur CO2- Emissionen, Energie- oder Wasserverbrauch von Einrichtungen und Gebäuden, sondern ebenfalls die zahlreichen auf Nachhaltigkeit bedachten Initiativen von Studierenden, der Professorenschaft und Beschäftigten. Dazu gehört auch die Mobilitätsstudie, die unter dem Titel „Hochschule klimaschonend mobil“ läuft und vom Land mit rund 150.000 Euro gefördert wird. Die Förderung fließt in eine Teilzeitstelle, die sich extra mit einem nachhaltigen Mobilitätskonzept befasst. Die jüngste Studie der h_da-Verkehrsplaner hat ergeben, dass mehr als die Hälfte der befragten Beschäftigten neuerdings mit Bussen oder Bahnen zum Campus kommt. Das liegt vor allem an dem Hessenticket, das Landesbedienstete seit 2017 kostenlose Fahrten mit dem ÖPNV ermöglicht. Viele geben als Grund für die Abkehr vom Auto an, die Umwelt schonen zu wollen.

Nachhaltige Lehre

Um Umwelt- und Klimaschutz geht es bei der Initiative. „Nachhaltige Entwicklung in der Hochschule Darmstadt“, die schon 2016 gegründet wurde. Sie zielt vor allem auf nachhaltige Inhalte in der Lehre. Die Initiative hat ein Lehrkonzept erarbeitet, das eine Ringvorlesung und mit Begleitseminar umfasst. Dabei geht es um ganz konkrete Praxisprojekte. So haben unlängst interdisziplinäre Studentengruppen Darmstadts Oberbürgermeister Handlungsvorschläge für ein modernes Smart-Parkmanagementkonzept unterbreitet, für eine Mülltrennungs-App oder wie Bürger in heißen Sommern bei der Bewässerung des Stadtgrüns helfen können. Studierende arbeiten in den Projekten nicht nur für den Professor, sondern erleben hautnah, wie ihre Vorschläge ankommen und sogar umgesetzt werden. „Das motiviert. Die meisten arbeiten begeistert viele Stunden mehr als gefordert“, weiß Martin Führ, Professor an der Hochschule Darmstadt, der in der Initiative mitarbeitet. Dieses  Studienprogramm hielten die deutsche UNESCO-Kommission und das Bundesministerium für Bildung und Forschung für preiswürdig.

Nachhaltiger Masterstudiengang

Auch der Masterstudiengang RASUM (Risk Assessment and Substainability Management) an der h_da setzt ganz auf Nachhaltigkeit und Praxis. Wirtschaftswissenschaftler, Biotechnologinnen, Chemiker oder auch Textilingenieurinnen kooperieren dabei zwei Semester lang mit Wirtschaftsunternehmen. Für Tchibo etwa unterbreiteten die Studierenden Vorschläge, wie die Wirkung von Nachhaltigkeitsaktivitäten in den Anbauländern gemessen werden kann. Für einen Zulieferer der Automobilbranche entwickelten sie Vorschläge für ein vorausschauendes Chemikalienmanagement, für einen Bergsportausrüster Vorschläge, wie sich die Lieferkette aus Asien optimieren lässt. Die meisten studentischen Idee wurden sofort umgesetzt, mache kamen sogar so gut an, dass die Studierenden das Startup „RASUM-Solution“ gründeten und gegen Entlohnung nun Aufträge bearbeiten; etwa für einen namhaften Automobil-Hersteller.

Studierende lernen auf diese Weise mehr

Viele Firmenkontakte kommen über die „Sonderforschungsgruppe Institutionsanalyse“ (sofia) zustande, die Prof. Martin Führ vor 20 Jahren an der h_da mitbegründete. Er ist überzeugt, dass diese besondere Form der Lehre erfolgreicher und vielseitiger ist: „Die Studierenden lernen mehr und machen bessere Abschlüsse“. Mit dieser Ansicht scheint der Professor nicht allein zu sein. Gegründet wurde ein Arbeitskreis für das Programm „Bildung für Nachhaltige Entwicklung“, in dem sich mittlerweile alle hessischen Universitäten und Hochschulen zusammenschließen und über Nachhaltigkeits-Konzepte austauschen wollen. 

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