Ein Leben im Cockpit

Als Schüler war er mehrfach auf der hobit, doch eigentlich wusste er immer schon, was er später einmal werden wollte: Pilot. Der Darmstädter Maximilian Borchert hat sich seinen Traum erfüllt und arbeitet auf dem Flughafen in Egelsbach unweit des Frankfurter Airports als Berufspilot und Ausbilder für Flugschüler. „Viele Wege führen ins Cockpit“, sagt der 23-Jährige, der Interessierten Mut machen will.

Die Fliegerei liegt in der Familie. Seine Eltern steigen regelmäßig in die Lüfte und  Maximilians Vater ist wie er ebenfalls Pilot. „Die Faszination für den Himmel war immer da“, sagt der Darmstädter, der schon als Teenager leidenschaftlicher Segelflieger war. „Bereits mit 13 gehörte ich in Babenhausen einer Segelfliegergruppe an“, berichtet er. Als Jugendlicher verbrachte er jede freie Minute in der Luft. Heute, mit 23 Jahren, hat er seinen Berufswunsch verwirklicht.

Auf der hobit Vortrag besucht

2015 machte Maximilian Borchert am Darmstädter Bertolt Brecht-Gymnasium Abitur. Sowohl 2013 als auch 2014 verbrachte er als Oberstufenschüler mehrere Tage auf der hobit. Auf der Messe besuchte er den Vortrag eines Lufthansa-Piloten. „Ich wollte in die Fliegerei, ich wollte keinen anderen Beruf“, sagt er. Trotzdem begann er nach der Schule erst einmal ein Studium in Wirtschaftsinformatik an der Frankfurter Goethe-Universität, arbeitete und absolvierte parallel dazu jedoch seine Pilotenausbildung auf dem Flughafen in Egelsbach. Da er bereits durch seine Hobbyfliegerei viele Lizenzen gemacht hatte, musste er für die Profiausbildung später nicht mehr ganz so viel Theorie und Praxis büffeln.

Das Studium in Frankfurt brach er ab. Seit 2018 arbeitet Borchert nun in der Motorflugschule Egelsbach als Fluglehrer und Pilot. Mit einem Privatjet fliegt er seine Kunden durch Europa, oftmals nach Südfrankreich. Mit den Geschäftsflugzeugen ist er fast so schnell am Himmel unterwegs wie mit einem Airliner. Für den 23-Jährigen hat sich sein Traum erfüllt. Er wollte bewusst nicht zu einer großen Fluglinie und um die halbe Welt jetten. „Hier bin ich dichter an meinen Kunden dran, sitze nicht nur im Cockpit, sondern erledige auch jede Menge Aufgaben drum herum. Das begeistert mich an meinem Beruf“, erzählt er.

Viele Möglichkeiten jenseits der großen Fluglinien

Maximilian Borchert will anderen Mut machen. „Auch wenn man vielleicht nicht  die Auswahltests der großen Airlines besteht, kann man trotzdem Pilot oder Pilotin werden. Es führen viele Wege ins Cockpit und der Bedarf an Berufspiloten ist groß“, betont er. Eine Pilotenausbildung dauert jedoch mehrere Jahre und kann zwischen 50 000 und 100 000 Euro kosten. Welche Wege man einschlagen kann, welche Facetten der Beruf beinhaltet und welche Möglichkeiten der Ausbildung und Finanzierung sich bieten, darüber spricht Maximilian Borchert auch gerne mit  Schülerinnen und Schülern. Interessierte können sich wenden an max.borchert@motorflugschule.aero oder weitere Infos gibt es auch unter www.motorschule.aero.

Zweites Standbein aufbauen

Einen Rat hat er jedoch gleich parat, so groß die Liebe zur Fliegerei auch sein mag. Borchert rät allen, sich ein zweites Standbein aufzubauen. „Man kann immer mal krank werden und dann vielleicht nicht mehr fliegen können.“ Deshalb findet er es wichtig, noch andere berufliche Qualifikationen zu haben. Ein Grund, warum er sich jetzt zusätzlich für ein Studium der Betriebswirtschaftlehre an der Hochschule Darmstadt eingeschrieben hat. „BWL-Kenntnisse kann ich aber auch jetzt schon für meine Arbeit als Ausbilder in der Flugschule gut gebrauchen“, sagt er.

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