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Mehr Frauenpower

Viele Jugendliche träumen von der Filmkarriere. Wie man das schafft? Na beispielsweise mit einem Studium an der Hochschule Darmstadt. Sinje Köhler hat „Motion Pictures“ an der h_da studiert. Ihre Regierarbeiten haben ihr sogar schon die Nominierung für den Studenten Oscar in Hollywood eingebracht.

Glückwünsche aus L. A

An einem Freitag kamen die Glückwünsche aus L.A. An den Tag vor rund zwei Jahren erinnert sich Sinje Köhler noch genau. „Freunde von mir waren gerade zu einem Workshop in Los Angeles. Sie hatten gelesen, dass ich unter den 84 besten Studentenfilmen nominiert war. Das wusste ich bis dahin noch gar nicht“, erzählt die 30-Jährige Filmemacherin. Sinje Köhler blieb cool. Doch dann schaffte ihr Film „Freibadsinfonie / Blue Summer Symphony“ es sogar unter die sieben Finalisten für den Studenten Oscar der Academy. „Da bin ich dann ausgeflippt, habe angestoßen mit meinem Team.“ Auch wenn sie letztlich nicht als eine der drei Besten auf dem roten Teppich in Hollywood landete, „war es doch toll, überhaupt auf die Shortlist zu kommen“. Eine Bestätigung. „Als Kreativer neigt man ja zu Selbstzweifeln.“

Der Weg zur Diplom-Regisseurin

Doch ein bisschen wundert sie sich immer noch, dass dieser sanfte Film über einen Sommertag im Freibad es bis nach Hollywood schaffte. „Es war eine dezente Dramaturgie mit vielen Zwischentönen“, erzählt sie. Vermutlich ist gerade diese Leichtigkeit mit Tiefgang eine Kunst. Die Filmakademie Baden-Württemberg in Ludwigsburg, an die Sinje Köhler nach ihrem Abschluss an der Hochschule Darmstadt wechselte, beschreibt den Oscar verdächtigen Streifen im Youtube-Kanal so: „Das Freibad, ein Soziotop. Ein Ort des Tagträumens, des Dösens. Ein Ort, an dem alles in Ordnung ist oder sich zumindest so anfühlt. Die Luft riecht nach Sommer. Nach einem Potpourri aus Sonnenmilch-Rasen und Lindenblüten-Pommes. Unterschiedliche Menschen, halb nackt auf engstem Raum, teilen einen Nachmittag - einen Moment miteinander und so schnell er gekommen ist, so schnell ist er auch wieder verflogen. Das ist sie, die Poesie, die der Banalität des Alltags innewohnt.“

Filme über Freundschaft und Manipulation

Es sind genau diese Themen vom Alltag und seinen möglichen Abgründen, die die junge Filmemacherin interessieren. Der Bachelorfilm, den sie am Ende ihres Studiums an der Hochschule Darmstadt drehte, handelte von zwei 15jährigen Mädchen, die pädophile Männer in den Knast bringen wollen. 38 Minuten lang geht es bei „Nadja und Lara“ um Freundschaft und Manipulation, Enttäuschung, Liebe und Hass. 2012 gewann Sinje Köhler, mit dem Film den Hessischen Hochschulfilmpreis.

Unsicherheit und hobit-Besuch

Schon als Jugendliche hatte die Darmstädterin immer kleine Filme gedreht. Die Eltern schenkten ihr mit 13 Jahren eine Kamera, die ihre ständige Begleiterin wurde. Doch trotz ihrer Begeisterung für das Filmen war sie nach dem Abitur unsicher. Sie besuchte die hobit-Messe, auf der Suche nach dem richtigen Berufsziel. Anschließend studierte sie in Frankfurt ein Semester Politikwissenschaften, bis sie zu dem Schluss kam, „dass mir das zu trocken war“. Über Freunde kam sie an den Mediencampus der h_da in Dieburg, zum damaligen Studiengang „Motion Pictures“. Das war das kreative Spielfeld, das sie suchte. „Ich habe Filme gemacht, eine Radioshow, Campus-TV, Beiträge geschnitten, mich mit Ton, Licht und Regie befasst.“ Endlich konnte sie unter ihrer eigenen Regie ihre Ideen umsetzen.

Ihre Filme laufen auf Festivals und im Fernsehen

Der Hochschulfilmpreis und ihr Professor stärkten das Selbstvertrauen. „Er riet mir auch, zur Filmhochschule zu gehen.“ Mit 24 Jahren bewarb sie sich mit einem Ausschnitt aus „Nadja und Lara“ bei der Filmakademie in Ludwigsburg. „Ich hätte nicht gedacht, dass ich angenommen werde.“ Wurde sie aber – gleich im ersten Anlauf. Spezialisiert hat sie sich auf die Arbeit als Regisseurin und Drehbuchautorin. Vier ihrer Übungsfilme sind seither auf Festivals gelaufen und im Fernsehen.

Ins Berlin der Filmemacher gezogen

2018 ist Sinje Köhler von Ludwigsburg nach Berlin gezogen, in die Stadt der Filmemacher. Sie träumt davon, einen Kinofilm zu drehen. Ihre Vorbilder sind Regisseurinnen wie Maren Adel, die „Toni Erdmann“ drehte oder Jane Campion und ihr Film „Das Piano“. „Starke Frauen, die ihre weibliche Perspektive auf die Welt schildern.“ Sinje Köhler wünscht sich, „dass mehr Frauen Regie führen und von der Filmbranche auch gefördert werden.“

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  • Bundesagentur für Arbeit
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  • h_da
  • Technische Universität Darmstadt
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Unterstützt von der Stadt Darmstadt, dem Kreis Darmstadt-Dieburg und dem Kreis Groß-Gerau.

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