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„Ich wollte eine Zukunft haben“

Ayoub Alhousin ist aus Syrien geflüchtet. Heute studiert er erfolgreich Bauingenieurwesen. Die TU Darmstadt unterstützte den Masterstudenten mit Sprachkursen und Orientierungshilfen. Vom Land Hessen hat er ein Stipendium erhalten.

Flucht über die Balkanroute

Mitkämpfen und sterben oder flüchten? Ayoub Alhousin war 25 Jahre alt, als sich für ihn diese entscheidende Frage stellte. Der junge Syrer hatte während des Bürgerkrieges in seiner Heimat einen Bachelor-Abschluss im Bauingenieurwesen gemacht, doch jetzt erwartete ihn der Pflichtwehrdienst. „Ich wollte weiterstudieren, wollte eine Zukunft haben“, erzählt er. 2015 entschied er sich daher zur Flucht über die Balkanroute.

In jedem Fall an die TU Darmstadt

Zusammen mit  Freunden war Alhousin wochenlang unterwegs, landete schließlich in Flüchtlingslagern in Saarbrücken, Trier und einem kleinen Dorf in Rheinland-Pfalz. Wo er studieren wollte, wusste er bereits genau. „Ich hatte mich im Internet über die besten Universitäten in Deutschland informiert und wollte in jedem Fall an die TU Darmstadt.“ Deutsch brachte er sich während der ersten Monate selbst bei. Nachdem er für das Studium den Standort wechseln durfte, suchte er sich unter zunächst großen Schwierigkeiten in Darmstadt ein Zimmer. Die Zentrale Koordinierungsstelle für Flüchtlingsintegration der TU Darmstadt (ZKF)  half ihm anschließend bei den weiteren Schritten für einen Studienbeginn. Sie vermittelte ihn in unieigene Sprachkurse und Orientierungsangebote, prüfte seine Zeugnisse und organisierte eine Studienbegleitung. Im Wintersemester 2017/18 nahm Ayoub Alhousin wie erhofft sein Masterstudium im Bauingenieurwesen auf.

Er hatte Glück: Das syrische Bildungssystem ist gut, die Hochschulzulassung und Zulassung zum Masterstudiengang erfolgte direkt. „Ich musste nur einzelne Module nachholen, aber das klappte gut“, sagt der heute 28-Jährige. Er war einem Buddy-Programm zugeteilt, das die TU initiiert hatte. Ein Bauingenieur-Student begleitete den jungen Syrer, erklärte ihm den Unialltag, Vertiefungsrichtungen im Masterstudium „oder welcher Professor nett war“. Mit seinem Buddy ist er heute befreundet. „Ich habe mich an der TU sehr gut aufgenommen und unterstützt gefühlt“, betont Alhousin.

Anfangs auch mal durchgerasselt

In der Alltagssprache und auf dem Campus fand er sich zurecht. Eine Herausforderung waren hingegen Fachausdrücke, die Schriftsprache „und auch die deutsche Bauordnung kannte ich nicht“, erinnert er sich. Hier musste er sich ebenso einarbeiten wie in die effektive Vorbereitung auf Klausuren in Deutschland. Anfangs rasselte er denn auch bei der einen oder anderen Prüfung durch, „doch die Motivation war groß“, betont Alhousin.

Heute ist er ein guter Student. Zwei Semester lang war er Stipendiat des HessenFonds, den das Land zur Unterstützung von Studierenden mit Flüchtlingshintergrund initiiert hat. Monatlich erhielt er 300 Euro. „Ich musste mir keine so großen Sorgen mehr machen, wie ich das Studium finanziere. Ich konnte mich aufs Lernen konzentrieren. Das hat sehr bei der Integration in der TU geholfen“, betont er. Seit langem hilft Alhousin nun selbst anderen Flüchtlingen, sich an der Uni zurechtzufinden. Er hat ein Netzwerk mit aufgebaut, war mehrere Semester als studentische Hilfskraft bei der Zentralen Koordinierungsstelle für Flüchtlingsintegration angestellt, die ihm einst selbst den Start erleichtert hat. Nach seinem Master-Abschluss will Alhousin promovieren, am liebsten ebenfalls an der TU Darmstadt. „Ich fühle mich sehr wohl hier.“

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