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Offen auf die Betroffenen zugehen

Mathias Ihrig ist der „Beauftragter für Studierende und Studieninteressierte mit Behinderung und/oder chronischer Erkrankung“. Der 46-Jährige kümmert sich an der Hochschule Darmstadt um Studierende mit Beeinträchtigungen.

Studieren ohne Grenzen

Der Name klingt ein wenig sperrig. Mathias Ihrig ist „Beauftragter für Studierende und Studieninteressierte mit Behinderung und/oder chronischer Erkrankung“. Seit 2010 hat er dieses Amt an der Hochschule Darmstadt (h_da) inne. Der 46-Jährige kümmert sich um Menschen an der Hochschule, die schlecht hören oder sehen können, die im Rollstuhl sitzen, eine körperliche oder psychische Erkrankung haben oder vielleicht eine Allergie, die sie  ausgerechnet in der Prüfungszeit daran hindert die Wohnung zu verlassen. Mathias Ihrig berät und hilft ganz individuell, so dass auch sie ihr Studium absolvieren können wie die übrigen rund 16 000 Studierenden an der h_da.

Meist für das Auge nicht sichtbar

„Unsere Fälle sind extrem unterschiedlich“, berichtet der 46-Jährige. Einen großen Anteil haben psychische Beeinträchtigungen, sie machen rund 40 Prozent der insgesamt rund 100 jährlichen Beratungsfälle aus. In der Regel sind es Behinderungen oder Erkrankungen, die mit dem Auge gar nicht sichtbar sind. Das Bild vom Rollstuhlfahrer an der Hochschule, das so mancher vor Augen hat, gibt es auch, ist aber eher selten. Vielmehr sind es Studierende, die vielleicht durch häufige Arztbesuche, wiederkehrende Krankheitsphasen oder Medikamente im Studium beeinträchtigt sind.

Für sie gilt es einen Ausgleich zu schaffen – Nachteilsausgleich nennt sich das offiziell. Danach sind die Hochschulen verpflichtet, den Betroffenen beispielsweise bei Klausuren einen Zeitzuschlag zu gewähren oder auch technische Hilfen zur Verfügung zu stellen. Je nach Beeinträchtigung kann die Prüfung statt schriftlich auch mündlich abgenommen werden oder umgekehrt. „Ganz wichtig ist“, betont Mathias Ihrig, „dass ihnen nichts geschenkt wird, das wollen die Betroffenen auch gar nicht.“

Barrieren aus dem Weg räumen

Der 46-Jährige ist Ansprechpartner, wenn es darum geht, bauliche Barrieren aus dem Weg zu räumen, Kontakte zu vermitteln oder möglicherweise bei Konflikten mit Dozenten zur Seite zu stehen. Ihrig sieht sich dabei „ganz klar als Beauftragter für die Studierenden“. Auch bei Härtefall-Bewerbungen behinderter oder beeinträchtigter Bewerber oder Bewerberinnen für einen NC-Studiengang hilft er weiter. Rund 50 Anträge sind das meist im Wintersemester. Genau 5 Prozent der Plätze in einem NC-Studiengang sind für Menschen mit Beeinträchtigung reserviert. „Jeder Fall ist sehr individuell“, so seine jahrelange Erfahrung.

Der gebürtige Kaiserslauterer hat früh gemerkt, dass diese Arbeit ihm liegt. Schon seinen Zivildienst hat er in der Behindertenarbeit geleistet, später Sozialpädagogik mit Schwerpunkt Gesundheit und Rehabilitation an der Evangelischen Hochschule Darmstadt studiert. An der Hochschule Darmstadt arbeitet er in der Studienberatung und eben als „Beauftragter für Studierende und Studieninteressierte mit Behinderung und chronischer Erkrankung“. „Man muss ein Gespür haben für die Alltäglichkeiten“, sagt er. Diese Alltäglichkeiten reichen von Berührungsängsten bis hin zu ganz pragmatischen Dingen wie Behindertentoiletten.

Ganze Hochschule sensibilisieren

Mathias Ihrig ist es wichtig, ein Bewusstsein zu schaffen, die ganze Hochschule zu sensibilisieren - die Professoren, die Verwaltung und auch die Studierenden. „Alle müssen hingucken, wahrnehmen und sollen gerne offensiv sein. Es reicht nicht, zu sagen, das stört mich nicht. Ich muss notfalls auch aufstehen im Hörsaal und Platz machen, offen auf die Betroffenen zugehen.“ Er weiß, dass die Berührungsängste meist das größte Problem sind. Es gebe bereits sehr viele engagierte Dozentinnen und Dozenten sowie Studierende an der h_da. Bis zu einem ganz selbstverständlichen Umgang mit den Betroffenen sei es aber dennoch ein langer Weg. Ihrig will, dass sich die Betroffenen trauen und „dass sie es mögen, bei uns zu studieren“.

Infos und Kontakt unter www.h-da.de/behinderung; mathias.ihrig@h-da.de

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